Aus Energie wird Energie
Wärmerückgewinnungsanlagen für industrielle Anwendungen
Ob Holzreste, Abwärme oder Erdwärme – die Möglichkeiten nachhaltiger Energieversorgung sind vielfältig und gefragt.
Gemeinsam mit Unternehmen aus der Energie- und Industriebranche realisieren wir aktuell mehrere maßgeschneiderte Lösungen zur Wärmerückgewinnung: Zum Beispiel eine Energiezentrale auf Biomassebasis: Hier werden Holzreste, wie etwa alte Paletten, direkt vor Ort geschreddert und verfeuert, um daraus entstehende Wärme zu nutzen. Was früher nur entsorgt wurde, dient heute als Energiequelle. In einem weiteren Projekt, das sich derzeit in der Umsetzungsphase befindet, wird die Abwärme eines Hochdrucktemperaturofens über einen Abgaswärmetauscher (AWT) genutzt, um die Heizungsanlage einer Stahlhütte zu unterstützen. Dadurch lassen sich sowohl die ausgestoßenen Abgase als auch der Verbrauch fossiler Brennstoffe deutlich reduzieren.
Auch bei einem großen Mineralwasserhersteller setzen wir ein zukunftsweisendes Konzept um. Ein neues Biomasseheizkraftwerk wird künftig den Großteil der benötigten Prozesswärme liefern, etwa für die Reinigung von Flaschen. Im Zuge des Kesselhaus-Neubaus kommt die komplette technische Gebäudeausrüstung inklusive der Elektro-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik (EMSR) sowie die Programmierung von SCHULZ. Die besondere Herausforderung: „Um uns herum läuft die Produktion auf Hochtouren weiter“, berichtet Simon Köppe, unser Projektleiter für Automatisierung in Wallenhorst, „deshalb modernisieren wir hier in vielen, detailliert geplanten Bauabschnitten. Da sind Präzision und Timing gefragt.“
Ein weiteres Projekt realisieren wir auf einem der größten Messegelände Deutschlands. Dort wird die bisherige Wärmeversorgung des gesamten Messeareals dekarbonisiert, alle gasversorgten Erzeuger durch Großwärmepumpen mit Grundwassernutzung ersetzt. Bis zu 30 Meter tief reichen die Brunnenschächte für die Grundwasserpumpen, die künftig regenerative Energie nutzbar machen. Unsere Kolleg vor Ort haben die komplette Verkabelung sowie die Schaltschränke und die technische Gebäudeausrüstung für die Brunnen bereits installiert. Weitere Teilbereiche, wie etwa die E-Installation rund um die neuen Wärmepumpen, folgen in weiteren Montageabschnitten. Simon Köppe berichtet: „Auch hier stehen Flexibilität und schnelle Reaktionsfähigkeit im Fokus, da wir uns zwischen dem laufenden Event- und Messebetrieb bewegen.“
Allen Projekten gemeinsam ist ein klarer Ansatz: Energie effizienter nutzbar machen, Ressourcen schonen und individuelle Lösungen für die Zukunft entwickeln.
Die nachhaltigste Energie ist oft die, die bereits vorhanden ist. Unsere Aufgabe ist es, sie intelligent nutzbar zu machen.
Simon Köppe, Projektleiter SCHULZ Wallenhorst