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Edelstahlbehälter und Rohrleitungen einer industriellen Anlage in der Produktion

SCHULZ Business Case

Retrofit der Steuerungstechnik für eine Produktionsstraße zur Speisestärkenherstellung

Der Ernstfall: WENN PLÖTZLICH NICHTS MEHR GEHT

Die Produktion läuft – bis eine alte Steuerung den Dienst quittiert. Ersatzteile? Schlecht verfügbar. Updates? Fehlanzeige. Und jede Minute Stillstand kostet bares Geld.

Genau dieses Szenario wollte ein bekannter Lebensmittelhersteller vermeiden. Eine zentrale Produktionsstraße zur Speisestärkenherstellung war technisch in die Jahre gekommen – und entwickelte sich zunehmend zum Risiko für den laufenden Betrieb.

Die Herausforderung war klar: Modernisieren – ohne die Produktion zu gefährden.

Die Ausgangssituation: Technik am Limit

Im Zentrum der Anlage arbeitete eine Kartoniermaschine, die täglich zuverlässig große Mengen verarbeitete. Doch im Hintergrund lief eine Steuerung, die längst nicht mehr dem Stand der Technik entsprach.

Eine veraltete Siemens S5, ergänzt durch ein separates Steuergerät für ein Nockenschaltwerk – eine Kombination, für die es kaum noch Ersatzteile gab.

Ein Ausfall hätte die gesamte Linie zum Stillstand gebracht. Und zwar auf unbestimmte Zeit.

DIE EIGENTLICHE HERAUSFORDERUNG: MODERNISIEREN OHNE RISIKO

Was zunächst wie ein klassisches Retrofit-Projekt wirkte, entpuppte sich nach einer detaillierten Analyse als deutlich komplexer.

Die bestehende Anlagenlogik musste vollständig verstanden und übernommen werden – inklusive eines Nockenschaltwerks, dessen Funktionsweise nur teilweise dokumentiert war. Gleichzeitig sollte die Produktion möglichst kurz unterbrochen werden.

Es ging also nicht nur darum, Technik auszutauschen. Entscheidend war, ein funktionierendes System präzise zu analysieren, digital nachzubilden und sicher in die Zukunft zu überführen.

Im Fokus standen dabei folgende Aufgaben

Modernisierte Produktionslinie mit automatisierter Anlage und Fördertechnik in der Produktionshalle

Modernisierte Produktionslinie mit neuer Steuerungstechnik – optimierte Abläufe, erhöhte Betriebssicherheit und reduzierte Stillstandszeiten.

Produktionshalle mit automatisierter Anlage und palettierten Produkten im laufenden Betrieb

Was vorher ein Risiko war, ist heute ein stabiler Prozess – durch gezieltes Retrofit im Einklang mit der laufenden Produktion.

Die Lösung: Retrofit mit System und Weitblick

Gemeinsam mit dem Kunden entwickelten wir bei SCHULZ ein durchdachtes Retrofit-Konzept. Ziel war es, die bestehende Anlage technisch zu modernisieren, ohne ihre bewährten Abläufe zu verändern.

Die Steuerung wurde vollständig auf eine moderne Plattform überführt. Parallel entstand eine neue Visualisierung, die die Bedienung deutlich vereinfachte.

Besonders entscheidend war die detaillierte Analyse der bestehenden Funktionen: Jede einzelne Logik wurde nachvollzogen, dokumentiert und anschließend in der neuen Steuerung 1:1 abgebildet.

Auch die Ansteuerung des Nockenschaltwerks wurde neu gelöst: Statt über ein separates Steuergerät erfolgt sie nun direkt über die Integration in die SPS. Das reduziert die Komplexität und macht die Systemarchitektur deutlich wartungsfreundlicher.

Die Umsetzung erfolgte Schritt für Schritt und eng abgestimmt mit dem laufenden Betrieb – mit dem klaren Ziel, zukünftige Stillstände auf ein Minimum zu reduzieren.

Die Umsetzung im Detail

Das Ergebnis: Mehr Sicherheit, weniger Risiko

Nach dem Retrofit war klar: Die Investition hat sich gelohnt.

Entscheidend ist, dass jede Maßnahme messbaren Nutzen bringt – technisch und wirtschaftlich. In diesem Projekt konnten wir die bestehende Anlage gezielt modernisieren, ohne den laufenden Betrieb zu gefährden. Genau darin liegt der Mehrwert eines durchdachten Retrofits.

Meik Südkamp, Vertrieb Prozessindustrie, SCHULZ Wallenhorst

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Edelstahlbehälter und Rohrleitungen einer industriellen Anlage in der Produktion