Netzsicherheit für den Nordwesten
Energiespeicherparks Leer
Der Ausbau von Infrastrukturen zur Speicherung erneuerbarer Energien wächst. Als Spezialisten für komplette Energiespeicherlösungen stehen wir unseren Auftraggebern mit ganzheitlichem Support zur Seite. Im ostfriesischen Leer realisierten wir gleich zwei Projekte: Leer I mit 15 MW Leistung und 31 MWh Kapazität sowie Leer II mit 4 MW und 9 MWh. Gemeinsam tragen sie mit insgesamt 19 MW und 40 MWh zur Stabilisierung des Stromnetzes im Nordwesten bei.
Die Ausgangslage stellte unser Team vor eine ungeplante Herausforderung: Der Standort liegt auf Moorboden – keine einfache Voraussetzung, um hier tonnenschwere Anlagen einzubringen. „Wir brauchten eine leistungsstarke Bodenramme, um die bis zu elf Meter langen Holzpfähle im Boden zu versenken“, berichtet Damian Wertulla, unser Produktmanager für Batteriespeichersysteme. Insgesamt wurden über 200 Pfähle gesetzt und rund 4.800 Tonnen Boden ausgetauscht, um eine stabile Grundlage zu schaffen.
Ausgehend von der grünen Fläche entstand eine hochkomplexe Infrastruktur: Vom Netzanschlusspunkt im Umspannwerk über rund 800 Meter Kabeltrasse bis hin zur vollständigen Errichtung des Speicherparks mit allen Trafostationen und Batteriesystemen. Ziel ist es, Schwankungen im Stromnetz auszugleichen. Sebastian Wigger, Teamleiter Energietechnik und Gebäudeautomation, erklärt: „Der Batteriespeicherpark sorgt zuverlässig für ein Gleichgewicht zwischen Stromerzeugung und -verbrauch sowie für ein stabiles Netz.“
Wichtig für die Umsetzung des Projekts war ein hohes Maß an Koordination. Die unterschiedlichen Gewerke wie Tiefbau, Energietechnik und die Netzwerktechnik mussten präzise organisiert werden und aufeinander aufbauen. Hier zeigten unsere Teams die gewohnte SCHULZ-Stärke und entwickelten zusammen eine smart integrierte Lösung und somit einen wichtigen Baustein für die Energiewende.
Energiespeicher sind ein entscheidender Baustein für die Energiewende. Mit Projekten wie in Leer schaffen wir die Infrastruktur, die ein stabiles und zukunftsfähiges Stromnetz möglich macht.
Sebastian Wigger, Teamleiter Energietechnik, SCHULZ Visbek