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Klimawandel: SCHULZ Systemtechnik startet Versuchsprojekt in der Agrar- und Ernährungswirtschaft
Pressemitteilung Nr. 02/10 vom 29.01.2010 - von Michael Jungeblut

Kosten- und umweltbewusster Energieeinsatz

Visbek/Ganderkesee – Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sind Themen, die in den letzten Jahren einen hohen Stellenwert eingenommen haben. Sie werden auch in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Wesentliche Gründe dafür: Die Verknappung konventioneller Energien aus fossilen Brennstoffen und der damit einhergehende Preisanstieg sowie die globale Erwärmung. Diese Situation zwingt Energieabnehmer, konsequent über den eigenen Energieeinsatz nachzudenken. Als Unternehmen der Elektro- und Automatisierungstechnik bietet SCHULZ Systemtechnik zahlreiche Möglichkeiten zur Energieeinsparung – und damit zur Kostenminimierung sowie zur wichtigen Reduktion des klimaschädlichen Kohlendioxid-Ausstoßes (CO2).

Der Wärmetauscher reduziert die Heizkosten immens.Für die Agrar- und Ernährungswirtschaft arbeitet das Visbeker Unternehmen derzeit in einem Versuchsprojekt an einer deutlichen Senkung der Heizkosten. Dazu hat der in der Branche als Klimaspezialist bekannte Stallausrüster in einen von zwei baugleichen Hähnchenställen eines Geflügelhalters einen neuartigen Luft-Luft-Wärmetauscher eingebaut. Dieser saugt die 33 °C warme Abluft aus dem Stall heraus und bläst im Gegenzug die dadurch bereits auf 25 °C vorgewärmte Frischluft wieder in den Stall hinein. Mittels Umlüftern wird die erwärmte Luft gleichmäßig im Stall verteilt und ungenutzte Warmluft aus dem Dachbereich zu den Tieren transportiert.

„Neben einer deutlichen Einsparung an Heizkosten soll der Wärmetauscher zu einer Luftverbesserung im Stall beitragen“, erzählt der Agrarklima-Experte bei SCHULZ Systemtechnik, Thomas Freese, „sowie die Luftfeuchtigkeit reduzieren und helfen, die Einstreu länger locker und trocken zu halten.“

Ein modernes Informationssystem erfasst alle relevanten Daten. Sämtliche Steuerungscomputer für Klima, Futter, Wärmetauscher, Tierwaage etc. sind miteinander vernetzt und mit einem PC im Stall verbunden. So kann der Geflügelfarmer alle Daten aus den beiden Ställen bequem miteinander vergleichen. Besonders wissenswert sind dabei natürlich die Informationen, wie viel Gas er mit bzw. ohne den Wärmetauscher verbraucht hat. „Auch wir von SCHULZ Systemtechnik profitieren von dieser Vorgehensweise“, erzählt Freese. „Denn so erhalten wir wertvolle Erfahrungen aus der Praxis für die Beratung anderer Kunden.“

„Ein endgültiges Urteil über den Einsatz des innovativen Gerätes kann man sicherlich erst fällen, wenn es ein Jahr in Betrieb ist und mehrere Durchgänge durchlaufen hat“, so der Geflügelmäster. Die Tendenz sehe aber jetzt schon äußerst vielversprechend aus. So stehe fest, dass in den ersten neun Monaten der Gasverbrauch durch Einsatz des Wärmetauschers deutlich reduziert werden konnte. Er rechne jetzt schon fest mit einer Einsparung von mindestens 50 Prozent. Das hätte eine deutliche Senkung der Heizkosten zur Folge. Nach seiner Einschätzung dürften sich die zusätzlichen Investitionen zum Einbau des Wärmetauschers dann in zwei bis drei Jahren amortisiert haben.

Im Ergebnis könne dies bestimmt nur ein kleiner Beitrag dazu sein, dem Klimawandel entgegenzuwirken. „Aber in Kombination mit der Stromerzeugung aus alternativen Energien - wie beispielsweise der von uns angebotenen CO2-neutralen Solarstromtechnik oder dem Einsatz von intelligenten Energiemanagement-Systemen - schlagen wir auf jeden Fall den richtigen Weg in die Zukunft ein“, resümiert Freese.