service_hotline
Startseite arrow Presse arrow Pressearchiv 2008 arrow Viele Komponenten gleichzeitig dosieren
Viele Komponenten gleichzeitig dosieren

Pressemitteilung Nr. 13/08 vom 08.08.2008 - von Michael Jungeblut

Neuentwicklung von SCHULZ Systemtechnik und AWS revolutioniert Produktion von Schüttgütern

Visbek/Stadland – SCHULZ Systemtechnik bietet Automatisierungslösungen für verschiedenste Industriezweige. Nicht zuletzt in der Kraftfutterbrache bekannt durch das Prozessleitsystem ProControl für chargenorientierte Produktionsabläufe, wartet das Unternehmen aktuell mit einer neuen Produktentwicklung auf – einer Mikrokomponenten-Dosieranlage.

In vielen Fertigungsbereichen müssen zur Herstellung bestimmter Produkte Kleinkomponenten hinzudosiert werden. So zum Beispiel in der Mischfutterindustrie, in der Lebensmittelindustrie oder auch in der chemischen Industrie. Meistens werden diese Kleinstelemente nacheinander abgewogen und dann dem Produkt zugemischt. Das bringt einen nicht unerheblichen zeitlichen Aufwand mit sich. SCHULZ Systemtechnik hat in Zusammenarbeit mit dem Maschinenbauer AWS aus Stadland eine Anlage zum gleichzeitigen Dosieren von 100 Komponenten entwickelt. Auf Wunsch können auch weitere Dosierzellen installiert werden. Dabei hat SCHULZ die komplette Steuerung und Regelung übernommen. Hierzu nutzen die Visbeker das hauseigene Prozessleitsystem ProControl für eine durchgängige Automatisierung.

„Die neue Mikrokomponenten-Dosieranlage bedeutet eine enorme zeitliche Ersparnis bei der Produktion“, erläutert Werner Landwehr, SCHULZ Vertriebsleiter für die Mischfutterbranche, das Prinzip. Just in time könnten nun die Komponenten im richtigen Mischungsverhältnis der Fertigung zugeführt werden. Die Anlage zeichne sich durch eine sehr kompakte Bauweise aus und lasse sich in vielen Produktionsabläufen integrieren.

Die Funktion ist denkbar einfach: Die Dosierung der einzelnen Bestandteile erfolgt nach dem Negativprinzip. Das heißt, in den einzelnen Zellen erfolgt eine ständige Messung der Gewichtsabnahme des Produktes durch Vergleich mit dem Ursprungsgewicht. Über eine entsprechende Dosierschnecke lassen sich die Rohstoffe grob oder fein zugeben. Die Anlage wird bereits in vielen Kraftfutterwerken Deutschlands, Dänemarks und Russlands eingesetzt.